Food

So schmeckt’s im Triple B.: Bier, Burger & Bacon

Triple B – das steht für Bier, Burger, Bacon. Sein amerikanisches Diner-Essen will Marco Tippenhauer seit Mitte Mai im Papa Hemingway am Münsterkirchhof an die Hamelner bringen. Dazu gehören natürlich auch Burger und Pommes. Sind sie eine Konkurrenz für R&R? Styles of Hameln hat es getestet.

Der gebürtige Hamelner Marco Tippenhauer ist zwar kein gelernter Koch, aber er kocht – und das merkt man – mit absoluter Leidenschaft für die Gerichte, die er serviert. Erste Burger-Restaurant-Erfahrungen konnte Tippenhauer bereits in seinem eigenen Laden auf Helgoland sammeln. Nach dem Ende seines dortigen Mietvertrages hat es ihn wieder in die alte Heimat verschlagen. Hier kocht der American-Food-Fan jetzt in der ersten Etage des Papa Hemingways am Münsterkirchhof.

Zugeben, etwas schwer ist das Triple B schon zu finden, wenn man nicht weiß, wonach man sucht. Immerhin auf der Außenseite des Gebäudes weisen Schilder mit der Speisekarte des Triple B auf das neue Essensangebot hin. Innen gibt es das volle American-Diner-Flair zwar nur in der ersten Etage, aber an jedem Platz. Oben im ersten Stock, im Erdgeschoss des Papa Hemingway oder auf der Außenterasse sind Burger, Rippchen und Co. bestellbar, versichert Tippenhauer.

Wir nehmen oben Platz und sind nicht schlecht überrascht, als wir die alten Sitzbänke aus dem ehemaligen American-Diner an der Bahnhofstraße wiedersehen, in das mittlerweile das Afghanische Restaurant Safran gezogen ist. Die gemütlichen Sitze passen zur 60‘s Musik aus den Lautsprechern im Triple B. Wir hopsen auf unseren Bänken mit und freuen uns auf die Burger von Marco. Die Brötchen macht der Chef selbst nach eigenem Rezept. Auch die Soßen sind hausgemacht und die Burger-Pattys speziell bestellt. Mit Fast-Food, also dem schnellen Burger auf die Hand, hat das Essen im Triple B nichts zu tun. Marco bereitet alles frisch zu. Das führt dann in der Konsequenz auch schon mal dazu, dass ein Tisch mit 15 Personen zwar zeitnah nacheinander bedient wird, aber eben nicht gleichzeitig, wie Marco selbst erzählt. „Das gibt meine Küche nicht her“, erklärt er und steht voll hinter seiner frischen Zubereitungsmethode.

Wir futtern uns durch die Burger-Auswahl, angefangen beim normalen Hamburger über den Chili Cheeseburger, den BBQ Bacon Cheeseburger und den Pulled Pork Burger bis hin zum Veggie Burger. Auf der Karte hätte es zwar noch mehr gegeben – wie Rippchen, Salate oder Nackensteak vom Grill – aber wir bleiben den Burgern treu.

Unser Favorit ist ganz klar der Pulled Pork Burger für 7,50 Euro. Das super saftige Fleisch verschmilzt mit dem Coleslaw zu einer leckeren Füllung zwischen den beiden Brötchenhälften. Der Chili Cheeseburger für 7 Euro besticht durch das Chili con Carne beziehungsweise eine Extra-Portion gut gewürztes Hack unter dem Burger-Patty, das nochmal zusätzlichen Pfiff reinbringt. Bohnen sind nicht drauf, Schärfe spüren wir lediglich leicht. Beim BBQ Bacon Cheeseburger  (7 Euro) merkt man besonders, dass die BBQ-Soße von Marco eine Eigenkreation ist. Statt typisch süßlich rauchig ist die Soße eher tomatenlastig. Geschmackssache, finden wir. Der Hamburger (6 Euro) ist, wie alle von uns bestellten Burger im Triple B, eine solide Sache. Was uns allerdings in unserem Test stört, ist der Garpunkt bei allen Burgern. Die Pattys hätten ein wenig früher vom Grill gekonnt und auch das Brot ist zwar gut, aber ebenfalls einen Tick zu trocken.

Was uns wirklich überrascht hat, war der Veggie Burger (6,50 Euro). Statt einer „Frikadelle“ aus Fleischersatz wie Bohnen oder Linsen gab es ein Kartoffel-Rösti. Unsere Meinungen gehen auseinander, von „lecker, mal was anderes“ bis hin zu „kein adäquater Ersatz“. Geschmacklich ist der Burger trotzdem rund.

Als Beilage fallen uns die Steakhouse-Pommes besonders positiv auf. Die sind zwar nicht selbstgemacht, aber gute TK-Ware. Dagegen hat die Salatbeilage, die man ebenfalls für 2,50 Euro zum Burger-Menü kombinieren kann, keine Chance.

Wir finden, Marcos Burger sind eine solide Sache, auch wenn wir in unserem Test leichten Verbesserungsbedarf sehen. Müssten wir uns entscheiden, würden wir nach heutigem Stand allerdings eher zu R&R gehen – schon allein wegen der selbstgemachten Süßkartoffelpommes und spezifischeren Burger-Auswahl.