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Getestet: Peugeot 108, Seat Mii und Citroën C1 im Check

Stylisch, komfortabel, kraftvoll: Was sollte ein Auto haben, mit dem man vollends zufrieden ist? Styles of Hameln hat den Peugeot 108, den Seat Mii und den Citroën C1, allesamt Kleinstwagen von Autohaus Fischer genauer unter die Lupe genommen.

 

Quadratisch, praktisch, gut: Das trifft nicht nur auf eine bestimmte Schokolade zu, sondern auch auch auf viele Kleinstwagen. Gerade wenn man in der City unterwegs ist, kann ein kleiner Wagen von großem Vorteil sein. In engen Gassen oder Parkhäusern bleibt man von Schweißperlen verschont. Dank des kleinen Wendekreises schlängeln sich kompakte Autos spielerisch ihren Weg durchs städtische Labyrinth. Und was Parkplätze angeht: Während der Kombi immer noch kurvt, hat sich der Stadt-Floh bereits in die kleine Lücke direkt vor der Tür manövriert. Genau DAS will ich. Und genau DAS versprechen der Peugeot 108, der Seat Mii und der Citroën C1. Doch wie sieht’s in der Realität aus? Zusammen mit meinem Kollegen Kai haben die Modelle auf Style-Faktor, Komfort und Handling getestet.


Peugeot 108

Style-Faktor:

Der 108 kommt in einer sportlich-abgerundeten, schnittigen Form daher und ist supermodern mit verspielten Details wie silbernen Außenspiegeln, einen an mehreren Stellen des Autos auftauschenden Schriftzug STYLE. Abgedunkelte Heckscheiben sorgen den nötigen Inkognito- und Sonnenschutzfaktor. Außerdem gibt es einen multifunktionalen Touchscreen, eine Audioanlage mit Bluetooth, einen 360 Grad drehbare Innenbelüftung und ein griffiges Lederlenkrad. Das Wort Style ist hier Programm.

Komfort:

Im 108er sitzt es sich bequem. Ich habe zwar kurze Beine, aber auch mein längerbeiniger Kollege Kai lobt die Beinfreiheit bei den vorderen Sitzen. Im hinteren Bereich wird es da schon kuscheliger. Großes Plus ist die Sitzheizung, die binnen einer Minute für angenehme Wärme sorgt. Herrlich! Sollte es immer Sommer dann doch zu warm werden, kann mithilfe der manuellen Klimaanlage für eine frischere Temperatur gesorgt werden. Der Kofferraum fällt ausgesprochen großzügig aus: Er hat ein Volumen von 243 Liter mit Pannenset. Dort lassen sich ohne Probleme mehrere Einkaufstaschen verstauen.

Handling:

Den kernigen Sound des Motors muss man einfach lieben und er verspricht nicht zu viel: Der 108er fährt sich sehr angenehm und er beschleunigt wirklich gut. Zudem hängt man gut am Gas. Toll sind die vielen integrierten Funktionen am Lenkrad (Radio, Lautstärkenregler, Telefon, etc.). So kann man sich voll und ganz aufs Fahren konzentrieren und wird durchs Herumhantieren nicht abgelenkt.


Citroën C1

Style-Faktor:

Der C1 hat ein farbiges Schiebedach – mehr muss man, glaube ich, nicht sagen! 😉 Damit hat der Kleinstwagen ein Style-Element, was ihn im Vergleich zu seinen Testpartnern unverwechselbar macht. Der Farbton wird bei den Außenspiegeln aufgegriffen. Ein hübsches Detail. Das fröhliche Außendesign setzt sich im Innenraum des Stadtautos fort. So finden sich an vielen Stellen, z. B. am Handschuhfach, Streifenelemente. Ähnlich wie der Peugeot 108 ist der C1 sehr sportlich, was das klare und gut strukturierte Armaturenbrett untermauert. Dennoch wirkt er im Gegensatz zum Peugeot etwas verspielter: Der Citroën-Designer hat ihm Gesichtszüge gegeben, die dem Kindchen-Schema entlehnt sind. Große Scheinwerfer wie Kulleraugen und ein breit lachender Lufteinlass-Mund im voluminösen Stoßfänger sorgen dafür, dass der traditionelle große Citroën-Doppelwinkel in der Mitte der kleinen Motorhaube diesmal irgendwie als Stupsnase ankommt.

Komfort:

In den Sportsitzen sitzt es sich sehr bequem, auch die Beinfreiheit lässt bei den vorderen Sitzen nichts zu wünschen übrig. Eine Sitzheizung ist auch hier integriert genauso wie eine Klimaanlage. Etwas eng wird es allerdings auf den Rücksitzen. Mit meinen 1,65 Meter stoße ich schon etwas an die Decke, wer jedoch kleinere Kinder und noch nicht das Geld für eine Familienkutsche hat, ist mit diesem Modell bestens bedient. Die Kleinen passen nämlich hervorragend hinein.

Handling:

Der C1 zeichnet sich durch einen starken Motor und eine gute Rundumsicht aus. Die Innenlüftung lässt sich wie beim Peugeot im 360 Grad-Winkel drehen. Die Armaturen zeigen sich etwas verspielt, bieten aber dem Fahrer auf einen Blick die wichtigsten Informationen.


Seat Mii

Style-Faktor:

Der Mii wirkt im Vergleich zum Peugeot und Citroën erwachsener und auch ein wenig kantiger, was sich auch am Kofferraum widerspiegelt. Von Außen hinkt er seinen Sparringpartnern ein wenig hinterher. Doch ist dies sicherlich Geschmackssache. Im Innenraum nimmt der kleine Flitzer aber wieder an Fahrt auf. Das Cockpit kommt mit seiner weißen Ummantelung sehr clean und minimalistisch daher.

Komfort:

Gefühlt hat man im Mii den meisten Platz. Man sitzt wirklich sehr bequem und die Beine haben vorne viel Platz. Hinten wird es etwas knapper, aber man muss nicht den Kopf oder die Beine anziehen.  Tolles Extra ist die Ultraschall-Einparkhilfe, die sich gerade beim Manövrieren in enge Parklücken als große Hilfe erweist. Ein Hingucker sind auch die Alu-Felgen. Wie der Peugeot und der Citroën verfügt er über eine mummelige Sitzheizung, eine gut funktionierende Klimaanlage und eine Anlage mit Top-Sound. Der Kofferraum ist etwas geräumiger als bei den anderen beiden. Zwei große Tragetaschen passen locker mehr herein. Also sehr für alle Shoppingwütigen zu empfehlen. 😉

Handling:

Auf der Straße ist der Mii äußerst geschmeidig unterwegs. Die Kupplung kommt direkt und das Gaspedal reagiert sofort. Er liegt gut in der Kurve und auch die Rundumsicht gibt dem Fahrer jederzeit ein sicheres Fahrgefühl.

FAZIT:

Wer weniger den Style-Faktor im Auge behält, dafür aber Sicherheit, Rundumsicht und ein ein aufgeräumtes Cockpit mag, ist beim SEAT MII bestens aufgehoben. Stylisch und technisch nehmen sich Peugeot 108 und Citroen C1 kaum etwas. Der Mutterkonzern Peugeot stattet den 108 etwas wertiger als Tochterfirma Citroen aus, dafür schafft der C1 mit dem Open Air Dach ein tolles Summer Feeling.